Von der Plastikflasche zum Sitzsack - Recycling auf mokebo-Art

Von der Plastikflasche zum Sitzsack - Recycling auf mokebo-Art

Das Müllproblem unseres digitalen Zeitalters

Plastik ist in unserer heutigen Zeit allgegenwärtig: Ob die Käseverpackung im Kühlschrank, der Plastikbecher auf der Geburtstagsparty, die Kreditkarte im Portemonnaie oder die gute alte Plastiktüte in der Obst- und Gemüseabteilung. 

Auf Kunststoffe lässt sich in unserer modernen Welt leider kaum mehr verzichten. Der Trend zum Verzehr von Fertigprodukten, als auch der steigende Online-Versand sind nur zwei Gründe dafür, weshalb sich der Plastikmüll Jahr für Jahr vermehrt. Die Folge: Innerhalb der letzten 20 Jahre hat sich unser Jahresverbrauch an Plastik in Deutschland verdoppelt. 

Pro Kopf verbraucht jeder Deutsche etwa 38,5 Kilogramm Plastikmüll im Jahr. Das entspricht etwa dem Gewicht unseres 'Langen' Aktenschranks.

Auch wir als E-Commerce Händler tragen hierfür eine Mitschuld, denn für die Verpackung unserer Möbelstücke verwenden wir teilweise Kunststoffe wie Styropor. Dieses wird von uns in erster Linie als Polstermittel eingesetzt und dient vor allem dazu, Transportschäden an empfindlichen Möbeln und damit Retouren auch zu vermeiden.

Was passiert mit dem Plastikmüll?

Von den etwa 5,2 Millionen Tonnen Kunststoff-Abfällen, die in deutschen Haushalten und Gewerben jährlich anfallen, wird letztendlich nur ein kleiner Teil recycelt: Laut dem 2019 veröffentlichten "Plastikatlas" der Heinrich-Böll-Stiftung und BUND werden 60 Prozent unseres Mülls werden "energetisch verwertet", was bedeutet, dass jener Plastikmüll in speziellen Anlagen verbrannt wird.

Laut Recherchen der Tagesschau gelten die restlichen 40 Prozent "offiziell als recycelt". Wichtig zu erwähnen sei laut Berichten der Tagesschau jedoch, dass ein Drittel dessen ins Ausland exportiert und nicht weiter verfolgt würde. Das nächste Problem: Ein großer Teil unseres Mülls ist zu stark verschmutzt oder recyclingunfähig ist, da er aus verschiedenen, untrennbar verschmolzenen Kunststoffen besteht. Dieser Teil wird in den Recyclinganlagen weiter aussortiert und verbrannt, sodass schließlich nur ein Bruchteil des Plastiks auch wirklich recycelt wird.

Nur etwa 17 Prozent des Plastikmülls, der in Deutschland anfällt, wird nachweislich recycelt.

Wie setzt sich mokebo für Müllvermeidung und Ressourcenschonung ein?

Als Start-Up mit einem jungen Team, liegt uns allen das Thema Müllvermeidung und Nachhaltigkeit im Allgemeinen sehr am Herzen. Wir sehen es in unserer sozialen Verantwortung, Ressourcen zu schonen und setzen uns bereits in verschiedensten Bereichen ein, möglichst nachhaltig zu agieren. So wird ein Großteil unserer Möbelretouren beispielsweise zweitvermarktet. Einige unserer Hersteller arbeiten zudem bereits an plastikfreien Verpackungslösungen und nutzen für die Herstellung der Möbel erneuerbare Energien. Wo und wie sich mokebo noch für Nachhaltigkeit einsetzt, kannst du hier nachlesen.

Seit diesem Jahr haben wir eine Möbellinie im Sortiment, auf die wir besonders stolz sind: Unsere laze Recycling-Beanbags. Der Stoff der Sitzsäcke besteht ausschließlich aus den Fasern recycelter PET-Flaschen. In der Natur brauchen die Flaschen circa 450 Jahre bräuchten, bis sie vollständig zu Mikroplastik "verrottet" sind. Auch der Inhalt unserer Beanbags, die in Deutschland hergestellten EPS-Perlen, ist vollständig recycelbar. 

Je nach Produkt wurden für den Bezugsstoff eines laze Beanbags bis zu 100 PET-Flaschen recycelt.

Mit Produkten wie diesen möchten wir die Möbelbranche Schritt für Schritt ein bisschen nachhaltiger machen und den Rohstoff-Kreislauf zu schließen, sodass möglichst wenig Ressourcen verschwendet werden und ein neues Leben bekommen. Alleine schaffen wir das jedoch nicht: Wenn du das nächste Mal deinen Plastikmüll also achtlos wegwerfen oder im Restmüll entsorgen möchtest, erinnere dich daran, was für tolle Dinge daraus noch entstehen können und vor allem: We only have one earth!


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